Xenia Rösch

SPD setzt auf Bildungsgerechtigkeit

Veröffentlicht am 25.01.2026 in Veranstaltungen

Diskutieren über die Bildung der Zukunft: Stefan Gretzinger, Xenia Rösch, Jasmina Hostert und Lisa-Marie Müller.

Landtagskandidatin Xenia Rösch diskutierte gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert, der bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, und Stefan Gretzinger, Leiter der Jungen GEW Baden-Württemberg, über die Bildung der Zukunft. Die 30-jährige Projektmanagerin betonte hierbei besonders, dass Talent und Fleiß mehr zählen müsse als Herkunft. „Dass ich heute hier stehe – mit mittlerer Reife, Abitur und Masterabschluss – liegt nicht an einem gerechten Bildungssystem. Es liegt daran, dass mein Vater gekämpft hat“, so die ehemalige Hauptschülerin Rösch. Allerdings habe nicht jedes Kind das Glück, jemanden zu haben, der wisse, welche Türen man öffnen und welche Briefe man schreiben müsse. Deshalb hänge Bildungserfolg noch immer viel zu stark vom Elternhaus ab.

Bei aller Kritik zeigte Rösch auch Fortschritte auf: Der Ganztagesbetreuungsanspruch sowie der Digitalpakt 2.0 würden dazu führen, dass Bildung moderner gedacht werde.

In der Diskussion betonte die Bundestagsabgeordnete Hostert, dass der Bund finanziell die Länder unterstütze, etwa durch die Milliarden-Hilfen aus dem Sondervermögen. Ebenfalls ging sie auf die SPD-Pläne zur Reform der Erbschaftssteuer ein. Diese Mehreinnahmen könnten dazu beitragen, die Bildung in den Ländern gerechter zu gestalten. Wichtig sei hierbei, dass das Geld zielgenau an den passenden Stellen ankäme. Gießkannenpolitik sei nicht zielführend.

In der Diskussion zeigte Stefan Gretzinger von der Jungen GEW auf, dass die Pläne der SPD in weiten Teilen mit den Gewerkschaftsforderungen übereinstimmten: Gerechte Bezahlung der Grund- und Hauptschullehrkräfte, keine Entlassung der Referendare über die Sommerferien und die Förderung von multiprofessionellen Teams an Schulen.

Da die Veranstaltung von Lisa-Marie Müller moderiert wurde, SPD-Fraktionsvorsitzende im Leimener Gemeinderat, waren Vertreterinnen aus allen Politik-Ebenen da: Land, Bund und Kommune. Dadurch konnte in der Diskussion auf alle bildungspolitischen Felder eingegangen werden.